446 Tote bei Badeunfällen 2014, und Eltern weiterhin leichtsinnig


Die DLRG schlägt Alarm bei Dauereinsätzen an Flüßen und Seen und bei 446 Badetoten im Jahr. Die Zahlen sind rasant angestiegen von 383 in 2012. Die DLRG sieht das Problem in den ausgefallenen Unterichtsstunden in den Schulen laut ihrer Meldung im Spiegel.

Über 400 Tote bei Badeunfällen jährlich und Eltern lernen nichts dazu !!

Am 18.062015 lag ich in Meerbusch Büderich in der Hundebucht am Strand als ich gegen 16.30 Uhr sah wie unbekümmert bzw. grob fahrlässig Eltern immer noch sind, obwohl vermehrt in allen Medien darüber berichtet wurde.

Badeunfälle sind durch leichtsinnge und grob fahrlässig handelnde Eltern vorprogrammiert. Kinder zwischen 4 und 6 Jahren als Nichtschwimmer (Siehe Schimmhilfe an den Armen des Kindes). alleine im Wasser. Eltern ca. 50 Meter weit entfernt am Strand. Die Kinder sind ca. 15 – 20 Meter von der Fahrrinne entfernt. In den Buchten herrscht schon durch den Fluss eine starke Unterströmung. An dieser Stelle besteht der Strand aus Kies und anderen Steinen. Der Rhein hat eine Fließgeschwindigkeit von 8 – 10 Km/h. Vorbeifahrende Lastschiffe und große Kreuzfahrtschiffe erzeugen einen zusätzlichen Sog. Die Eltern würden es niemals rechtzeitig schaffen ihre Kinder zu retten, wenn die Strömung sie in die Flußmitte reißt. Auch Erwachsene haben hier absolut keine Chance wenn sie in die Strömung geraten. Rettungsmannschafften benötigen zu dieser Stelle ca. 10 bis 15 Minuten. Es besteht für Rettungsfahrzeuge KEINE Möglchkeit bis in Strandnähe zu fahren, da das durch den Deich verhindert wird. Vom Parkplatz bis zum Strand an dieser Stelle sind es ca. 200 Meter.
An dieser Stelle sei ebenfalls erwähnt, das die meisten Eltern (ca. )0%) nicht rettungsfähig sind, und in Sachen Erster Hilfe meist schon völlig überfordert sind wie es die Statistiken belegen.

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In erster Linie sind die Eltern dafür verantwortlich das ihre Kinder rechtzeitig schwimmen lernen. Da ich aus erster Hand weiß was Eltern sich so alles einfallen lassen um ihre Kinder von Sportunterricht zu befreien, darf ich mirr auch ein Urteil erlauben als ehemalige Fachkraft (aufsichtsführender Schwimmeister, und ausgebildeter Rettungsschwimmer). Denn ich kenne sehr viele „Sportlehrer“ persönlich, die ihren Unterricht in Bädern abgehalten haben, in denen ich meinen Dienst verrichtete. Wenn der Sportleherer in Straßenkleidung am Beckenrand steht und die Kinder kaum zum Unterricht bewegen kann ist das schon ein eindeutiges Bild. Spricht man den Lehrer auf sein Verhalten an, kommen in erster Linie faule Ausreden und der Hinweis das der Schwimmeister ja zuständig ist. Diese Aussage ist nun gänzlich falsch, denn der Lehrer ist hier für in erster Instanz zuständig. Der Schwimmeister hat ihn jedoch hierbei tatkräftig zu unterstützen und im Ernstfall auch einzugreifen. Leider ist es die Kombination aus mangelnden und ambitionierten Lehrkräften , motivierten Fachkräften in den Schwimmbädern und desinteressierten Eltern. Jeder schiebt die Verantwortung auf den anderen. Zusammen gesehen ist es ein tödlicher Mix für Kinder und Jugendliche. Die Zahlen für öffentliche Schwimmbäder sind immer noch stark rückläufig, da sich die Kommunen hier den Rotstift immer mehr anspitzen. Viele Bäder sind veraltet und entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Dazu ist anzumerken , das sich mittlerweile viele Eltern den Eintritt in die Schwimmbäder im Sommer nicht mehr leisten können, und somit an unbeaufsichtigte Seen und Flussufer ausweichen.

Mein Appell an Eltern und Lehrer, bitte etwas mehr Verantwortung übernehmen, und gemeinsame Wege suchen und finden zum Wohle und der Gesundheit Ihrer Kinder.

Ihr Personal Trainer
Wolfgang Hoffmann, Düsseldorf / Meerbusch

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